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BEWEGUNG EX-MUSLIME IN BELGIEN


STUDIUM DES ISLAM

Die Ehe im Islam
Einer der schönsten Verse des Korans handelt von der Ehe und lautet wie folgt:

30:21 Und zu Seinen Zeichen gehört es, dass Er euch von euch selber Gattinnen erschuf, auf dass ihr ihnen beiwohnet, und Er hat zwischen euch Liebe und Barmherzigkeit gesetzt. Siehe, hierin sind wahrlich Zeichen für nachdenkende Leute.

Wie gewöhnlich werden die schönen Verse im Koran von der rauen Wirklichkeit überschattet, die in anderen Versen und vor allem in den Überlieferungen von Mohammed steht. Die Wirklichkeit ist sehr viel weniger romantisch als der oben genannte Vers den Anschein erweckt.

Für Mohammed diente die Ehe vor allem dazu, auf eine gesetzliche und kontrollierte Weise sexuelle Beziehungen zu haben. Das geht unter anderem aus den folgenden zwei Hadithen hervor:

Buchari 7.62.4: ‘Abdullah berichtete: “Wir waren zur Zeit des Propheten noch junge Männer, die nichts hatten, und der Gesandte Allahs sagte zu uns:  “O ihr jungen Leute, wer von euch in der Lage ist, den Pflichten der Ehe nachzugehen, der soll heiraten, denn dies hilft, die Blicke (zu anderen Frauen) zurückzuhalten und die Keuschheit vor Schändlichkeiten zu wahren. Wer aber dies nicht zu tun vermag, der soll fasten, denn es ist eher für ihn ein Schutz  (vor sündhafter Handlung).”

Buchari 7.64.280: Jabir bin ‘Abdullah berichtete: “Mein Vater starb und hinterließ sieben oder neun Töchter. Ich heiratete eine Frau, die vorher bereits verheiratet gewesen war, und der Gesandte Allahs fragte mich: “Hast du geheiratet, O Jabir?” Ich antwortete: “Ja.” Er sagte: “Eine Jungfrau oder eine Frau, die bereits verheiratet war?” Ich antwortete: “Eine Frau.” Er sagte: “Warum nicht eine junge Frau, so dass ihr miteinander spielen und scherzen könnt.” Ich erwiderte:“ ‘Abdullah (mein Vater) starb und hinterließ Töchter und ich wollte ihnen niemanden bringen, der wie sie ist. Deshalb habe ich eine Frau geheiratet, die sich um sie kümmern kann.” Er sagte daraufhin: “Möge Allah dich segnen” oder “Das ist gerecht.”

Dieser letzte Hadith berichtet, dass Mohammed bei der Wahl einer Ehepartnerin spontan an junge Mädchen dachte, mit denen man „spielen“ kann. Und er ging zudem davon aus, dass jeder Mann genauso denken würde (das Self-Reference-Criterion). Jabir, die Person, die den Hadith erzählt, dachte eher an das Wohl der Menschen, für die er sorgen musste, und an die Qualitäten, die er an einer Frau schätzte, und zwar die Sorge für seine Schwestern, anstatt die Befriedigung seiner eigenen Lüste. Insofern wurde  Mohammed von ihm auf seinen Platz verwiesen. Mohammed billigte daraufhin sein Verhalten, nachdem ihm die Tatsachen vor die Nase gehalten wurden.

Im islamischen Sprachgebrauch gibt es zwei Wörter für Ehe, Zawwadj und Nikah. Das arabische Wort “Nikah” bedeutet eigentlich sexuelle Beziehungen. Die Verwendung des Wortes Nikah als Ehe gibt an, dass das Haben von sexuellen Beziehungen wesentlicher Bestandteil der Institution der Ehe ist.

Die Brautgabe, “Mahr” auf Arabisch

Bei der Eheschließung zahlt der Ehemann seiner Ehefrau eine Brautgabe. Diese Brautgabe ist wesentlicher Bestandteil des Ehevertrags. Muslime sagen, dass der Mann seiner Frau ein Geschenk als eine Art Ehrenbezeugung macht. Dies soll zeigen, dass der Frau im Islam ein hohes Maß an Respekt zuteil wird.

Die Wirklichkeit sieht jedoch etwas anders aus, als dieses Märchen glauben lässt. Die Brautgabe ist nämlich ausschließlich mit Sex verbunden. Sie ist also eine Zahlung für Sex, und zwar für das erste Mal, das der Mann Sex mit ihr hat. Das haben wir uns nicht ausgedacht, sondern so steht es im Koran, wie man weiter unten lesen kann.

Die Brautgabe ist alleiniges Eigentum der Frau, und sollte ihr Mann nicht sofort zahlen, hat er eine Schuld gegenüber ihr. Die oft genannte Behauptung, Muslime würden ihre Töchter verkaufen, stimmt also nicht. Das Geld ist nicht für den Vater bestimmt, sondern für die Tochter, die heiratet. Für den Vater kann es allerdings ein Mittel sein, die Beziehung zu einem Geschäftspartner oder einem Freund zu festigen. Die Höhe der Brautgabe hängt vom Status der Frau ab, d.h. der Marktwert der sozialen Klasse, der sie angehört.

Vers 4.24 handelt von der Brautgabe als Ausgleich für den Genuss, die eine Frau dem Mann bereitet. Um welchen Genuss es sich dabei handelt, wird nicht genannt.

4.24. ... Und gebet denen, die ihr genossen habt, ihre Morgengabe. Dies ist eine Vorschrift; doch soll es keine Sünde sein, wenn ihr über die Vorschrift hinaus miteinander Übereinkunft trefft. Siehe, Allah ist wissend und weise.

In Vers 4.20 heißt es, dass der Mann, der sich von seiner Frau trennt (eine Gattin gegen eine andere austauscht), die Brautgabe nicht zurückfordern darf:

4.20. Und so ihr eine Gattin gegen eine andere eintauschen wollt und ihr habt der einen ein Talent gegeben, so nehmt nichts von ihm fort. Wolltet ihr es etwa fortnehmen in Verleumdung und offenbarer Sünde?

In Vers 4.21 heißt es – ganz spitz formuliert -, dass der Mann die Brautgabe nicht zurückfordern darf, wenn er Sex mit ihr hatte (d.h. einander beiwohnen). Wir wissen daher, dass mit “denen, die ihr genossen habt” Sex gemeint ist, und nachdem er einmal Sex mit ihr hatte, ist er sein Geld los.

4.21. Und wie könntet ihr es fortnehmen, wo ihr einander bereits beiwohntet, und sie von euch einen festen Bund empfingen?

Auf dieser Grundlage haben die Scharia-Gelehrten eine Gesetzgebung mit den folgenden Merkmalen ausgearbeitet:

1- eine verheiratete Frau darf den Sex verweigern, wenn sie ihre Brautgabe noch nicht bekommen hat, nach dem Motto: “Erst Geld, dann Sex”

2- eine verheiratete Frau, die ihr Geld noch nicht bekommen hat, ihrem Mann jedoch die Erlaubnis erteilt, mit ihr Sex zu haben, kann sich danach nicht mehr weigern. Die Brautgabe muss der Mann allerdings noch leisten

3- ist ein Paar verheiratet, aber wurde die Höhe der Brautgabe noch nicht festgelegt und der Mann trennt sich von seiner Frau, bevor es zum ersten Sex kommt, so muss der Mann ihr nach dem folgenden Vers eine Zahlung leisten:

2.236. Ihr begeht keine Sünde, wenn ihr euch von euern Weibern scheidet, bevor ihr sie berührt oder ihnen eine Mitgift festgesetzt habt. Und sorget für sie – der Bemittelte nach Vermögen und der Unbemittelte nach Vermögen – in Billigkeit; dies ist die Pflicht für die Rechtschaffenen.

4- ist ein Paar verheiratet und wurde die Höhe der Brautgabe schon festgelegt und der Mann trennt sich von seiner Frau, bevor es zum ersten Sex kommt, so muss der Mann ihr nach dem folgenden Vers die Hälfte der Brautgabe geben:

2.237. Scheidet ihr euch jedoch von ihnen, bevor ihr sie berührt habt, und habt ihnen bereits eine Mitgift festgesetzt, so sei es die Hälfte von dem, was ihr festsetztet, es sei denn, sie ließen ab oder er, in dessen Hand das Eheband ist, ließe ab. Und Ablassen steht der Frömmigkeit näher. Und vergesset nicht der Güte gegeneinander; siehe Allah schaut euer Tun.

Der Unterhalt für die Frau

Ein Mann ist für die Unterhaltskosten seiner Frauen verantwortlich. Voraussetzung ist, dass sie ihrem Mann von ihrem Körper “genießen lässt”, wenn er danach verlangt. Und wieder stellt sich heraus, dass das Geld, das der Mann für seine Frau ausgibt, mit Sex verbunden ist. Mehr kann man hier nicht herauslesen. In der Scharia ist dazu alles ausführlich festgelegt.

Dass für Mohammed Sex die wichtigste Handlung in der Ehe ist, zeigt sich in der folgenden Überlieferung von Buchari 7.62.81:

'Uqba berichtete, dass der Prophet sagte: "Die Bedingungen, um deren Erfüllung ihr vorrangig Sorge tragen sollt, sind solche, unter denen euch die Schamteile (der Frauen durch Heirat) erlaubt worden sind."


Heirat von Kindern

In den Medien tauchen regelmäßig Berichte wie dieser auf:

Saudi (80) bekommt zehnjährige Braut zurück

Derartige Berichte rücken den Islam im Westen in ein schlechtes Licht. Meistens werden die Menschen, die solche Berichte veröffentlichen, für die negative Berichterstattung zur Verantwortung gezogen, nicht etwa die Menschen, die diese fehlgeleiteten Praktiken ausüben, oder die Person, die diese fehlgeleiteten Praktiken in eine Religion gebracht hat, nämlich Mohammed.

Solche Berichte klingen im 21. Jahrhundert so absurd, dass Muslime im Westen kein Problem haben, Nicht-Muslime davon zu überzeugen, dass diese Praktiken nichts mit dem Islam zu tun haben. Meistens wird nicht danach gefragt, ab welchem Alter ein Mädchen nach den Regeln des Islam verheiratet werden kann. Die meisten Muslime können keine Antwort geben. Diese Frage ist sogar überflüssig.

Im Islam gibt es nämlich kein Mindestheiratsalter. Jungen und Mädchen können vor der Pubertät von ihrem Vater verheiratet werden (aber nicht von einem anderen männlichen Familienmitglied). Der Vater kann demnach für sie einen verbindlichen Ehevertrag abschließen. Vor der Pubertät können Kinder selbst keine Verträge abschließen. Ihr Vater kann das schon. Zur Verdeutlichung: Pubertät bei Mädchen bedeutet, dass sie ihre Menstruation bekommen haben, und bei Jungen, dass sie Schamhaare oder nächtliche Ejakulationen haben.

Da im Islam der Mann der Versorger ist, sind frühe Ehen vor allem ein Problem für Mädchen.

Wo steht denn, dass Kinder vor der Pubertät verheiratet werden können?

Koranvers 65.4 handelt von der vorgeschriebenen Wartezeit nach der Scheidung, bevor ein Mädchen, das noch keine Menstruation hatte, wieder heiraten darf:

65.4: Und diejenigen eurer Weiber, welche keine Reinigung mehr zu erwarten haben – so ihr in Zweifel seid, so sei ihr Termin drei Monate; und ebenso derer,  die noch keine Reinigung hatten. Die Schwangeren aber – ihr Termin sei bis zur Ablegung ihrer Bürde. Und wer Allah fürchtet, dem macht Er Seinen Befehl leicht.

Der Koran geht davon aus, dass ein Mädchen, das noch keine Menstruation hatte, schwanger sein könnte (nach sexuellen Beziehungen beim ersten Eisprung). Sexuelle Beziehungen vor der Pubertät sind also möglich.

Der führende Korankommentar von Ibn Kathir bestätigt, dass Koranvers 65.4 tatsächlich von Mädchen handelt,  die noch keine Menstruation hatten und schwanger sein könnten, wie man unter dem folgenden Link lesen kann.

Das schließt jedoch nicht aus, dass die meisten islamischen Länder ein Mindestheiratsalter eingeführt haben, das näher an 18 Jahren als an zehn Jahren liegt. Unter islamischen Gelehrten ruft das fehlende Mindestheiratsalter immer wieder Schamgefühle hervor, und wenn danach gefragt wird, reden sie meistens um den heißen Brei herum und sagen, dass “nach dem Islam die Familie stets das Interesse des Mädchens berücksichtigen soll”, dass ein Mädchen nur verheiratet werden kann, “wenn sie dazu bereit ist”, dass im Westen die dort geltenden Gesetze eingehalten werden müssen, ...

Ein Beispiel für “um den heißen Brei herumreden” kann man unter dem folgenden Link finden. Ali Guma, der Großmufti von Ägypten (die höchste religiöse Autorität), verweigert eine Antwort auf die Frage nach seinem Standpunkt zur Erhöhung des Mindestheiratsalters in Ägypten auf 18 Jahre, was einen Verstoß gegen die Scharia darstellt. Auf diese Frage reagiert er ausweichend, bis der Journalist aufgibt.

Das große Problem im Zusammenhang mit dem Mindestheiratsalter ist das Beispiel Mohammeds, das gut dokumentiert ist und die Grundlage für die Scharia bildet. Wir reden hier von seiner Ehe mit Aischa, als sie sechs Jahre alt war. Siehe auch unsere Webseite über Aischa.

Kapitel 10 von Buch 8 von Muslim, dem Verfasser eines der wichtigsten Hadithsammlungen, trägt den Titel:
ES IST EINEM VATER ERLAUBT, SEINE TOCHER ZU VERHEIRATEN, AUCH WENN SIE NOCH NICHT ERWACHSEN IST.

(IT IS PERMISSIBLE FOR THE FATHER TO GIVE THE HAND OF HIS DAUGHTER IN MARRIAGE EVEN WHEN SHE IS NOT FULLY GROWN UP )

Auffällig ist dabei folgendes:
es gibt kein Mindestheiratsalter
es ist keine Rede von der erforderlichen Einwilligung des Mädchens

Eine der Überlieferungen über die frühe Ehe Mohammeds mit Aischa ist: Buchari 7.62.64:

Aischa berichtete, dass der Prophet seine Eheschließung mit ihr vornahm, als sie sechs Jahre alt war, und mit ihr die ehelichen Beziehungen erst unterhielt, als sie neun Jahre alt war, und dass die Ehe mit ihr insgesamt neun Jahre dauerte (bis er starb).

Hierbei ist anzumerken, dass der Ehevertrag aufgestellt wurde, als sie sechs Jahre alt war und auf keinen Fall die Pubertät erreicht hatte, und dass Mohammed Sex mit ihr hatte, als sie neun Jahre alt war und vermutlich (aber dies wird an keiner Stelle bestätigt) geschlechtsreif war. In der Praxis wird man das Mädchen erst mit dem Einsetzen der Regelblutung zu ihrem Mann schicken (Beginn der Lebensgemeinschaft mit ihrem Mann), aber nach dem Koran kann dieser Zeitpunkt auch früher liegen.

Als Grundregel hat man im Iran das Mindestheiratsalter für Mädchen auf neun Jahre festgelegt, ab dem sie zu ihrem Mann geschickt werden können. Die Aufstellung des Vertrags könnte dann mit dem Beginn der Lebensgemeinschaft zusammenfallen.

Über die Ehe der sechsjährigen Aischa mit Mohammed, der damals bereits weit über fünfzig Jahre alt war, wird gesagt, dass dies für die damalige Zeit normal gewesen sei. Es sei damals ein Bestandteil der Kultur gewesen. Das Problem mit dem Islam ist, dass Mohammed die kulturellen Bräuche in eine Religion gebracht hat, die immer und überall gilt. Das Ergebnis ist, dass die islamischen Gelehrten im 21. Jahrhundert noch immer sagen, dass der Islam eine Ehe mit sehr jungen Mädchen erlaubt und damit den “gemäßigten” Muslimen keine andere Wahl lassen, dies hartnäckig abzustreiten. Wie es scheint, ist es symptomatisch für den Islam, dass die Gelehrten radikale Standpunkte vertreten und nur die gemäßigten Muslime, ohne vertieftes Studium, den wahren Islam kennen.

Wenn alle Vorschriften in ihrem kulturellen Kontext gesehen werden und diese abgeschafft werden, wenn sie nicht mit unserem Gewissen zu vereinbaren sind, bleibt innerhalb kürzester Zeit nicht mehr viel vom Islam übrig. Und genau das versuchen islamische Gelehrte  zu verhindern.

Einwilligung eines Mädchens/einer Frau zur Eheschließung

Grundsätzlich kann eine Frau unabhängig von ihrem Alter verheiratet werden. Achtung! Verheiratet werden bedeutet nicht unbedingt, dass dies unter Zwang erfolgt, sondern nur, dass sie nicht selbst den Vertrag aufstellt.

Es gelten folgende Grundsätze:

vor der Pubertät entscheidet der Vater, seine Tochter zu verheiraten oder eine Scheidung zu beantragen. Die Grundlage dafür bildet der oben genannte Fall von Aischa.

nach der Pubertät gilt für ein Mädchen, das noch nicht verheiratet ist, dass sie ihre stillschweigende Einwilligung erteilt. Wenn sie sich der Ehe nicht widersetzt, ist die Ehe gültig. In der Praxis begreift ein 14-jähriges Mädchen nicht, was los ist, auch wenn sie weiß, dass sie verheiratet wird. Manchmal geht dem jungen Mädchen erst ein Licht auf, wenn sie sich in der Hochzeitsnacht alleine mit ihrem frischvermählten Ehemann in der Hochzeitssuite befindet.

- wenn die Frau geschieden ist oder Witwe ist, ist ihre Einwilligung erforderlich

Die letzten beiden Grundsätze beruhen auf dem Hadith 7.62.68 von Buchari 7.62.68:
Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: "Eine Frau, deren Wiederverheiratung bevorsteht, darf nicht verheiratet werden, bis sie dies selbst zulässt. Dagegen darf eine Jungfrau erst verheiratet werden, wenn sie zuvor nach ihrer Einwilligung gefragt wurde." Einige Leute fragten: "O Gesandter Allahs! Wie sieht denn ihre Einwilligung aus?" Der Prophet sagte: "Indem sie schweigt."




Einer der schönsten Verse des Korans handelt von der Ehe und lautet wie folgt:

30:21 Und zu Seinen Zeichen gehört es, dass Er euch von euch selber Gattinnen erschuf, auf dass ihr ihnen beiwohnet, und Er hat zwischen euch Liebe und Barmherzigkeit gesetzt. Siehe, hierin sind wahrlich Zeichen für nachdenkende Leute.

Wie gewöhnlich werden die schönen Verse im Koran von der rauen Wirklichkeit überschattet, die in anderen Versen und vor allem in den Überlieferungen von Mohammed steht. Die Wirklichkeit ist sehr viel weniger romantisch als der oben genannte Vers den Anschein erweckt.

Für Mohammed diente die Ehe vor allem dazu, auf eine gesetzliche und kontrollierte Weise sexuelle Beziehungen zu haben. Das geht unter anderem aus den folgenden zwei Hadithen hervor:

Buchari 7.62.4: ‘Abdullah berichtete: “Wir waren zur Zeit des Propheten noch junge Männer, die nichts hatten, und der Gesandte Allahs sagte zu uns:  “O ihr jungen Leute, wer von euch in der Lage ist, den Pflichten der Ehe nachzugehen, der soll heiraten, denn dies hilft, die Blicke (zu anderen Frauen) zurückzuhalten und die Keuschheit vor Schändlichkeiten zu wahren. Wer aber dies nicht zu tun vermag, der soll fasten, denn es ist eher für ihn ein Schutz  (vor sündhafter Handlung).”

Buchari 7.64.280: Jabir bin ‘Abdullah berichtete: “Mein Vater starb und hinterließ sieben oder neun Töchter. Ich heiratete eine Frau, die vorher bereits verheiratet gewesen war, und der Gesandte Allahs fragte mich: “Hast du geheiratet, o Jabir?” Ich antwortete: “Ja.” Er sagte: “Eine Jungfrau oder eine Frau, die bereits verheiratet war?” Ich antwortete: “Eine Frau.” Er sagte: “Warum nicht eine junge Frau, so dass ihr miteinander spielen und scherzen könnt.” Ich erwiderte:“ ‘Abdullah (mein Vater) starb und hinterließ Töchter und ich wollte ihnen niemanden bringen, der wie sie ist. Deshalb habe ich eine Frau geheiratet, die sich um sie kümmern kann.” Er sagte daraufhin: “Möge Allah dich segnen” oder “Das ist gerecht.”

Dieser letzte Hadith berichtet, dass Mohammed bei der Wahl einer Ehepartnerin spontan an junge Mädchen dachte, mit denen man „spielen“ kann. Und er ging zudem davon aus, dass jeder Mann genauso denken würde (das Self-Reference-Criterion). Jabir, die Person, die den Hadith erzählt, dachte eher an das Wohl der Menschen, für die er sorgen musste, und an die Qualitäten, die er an einer Frau schätzte, und zwar die Sorge für seine Schwestern, anstatt die Befriedigung seiner eigenen Lüste. Insofern wurde  Mohammed von ihm auf seinen Platz verwiesen. Mohammed billigte daraufhin sein Verhalten, nachdem ihm die Tatsachen vor die Nase gehalten wurden.

Im islamischen Sprachgebrauch gibt es zwei Wörter für Ehe, Zawwadj und Nikah. Das arabische Wort “Nikah” bedeutet eigentlich sexuelle Beziehungen. Die Verwendung des Wortes Nikah als Ehe gibt an, dass das Haben von sexuellen Beziehungen wesentlicher Bestandteil der Institution der Ehe ist.

Die Brautgabe, “Mahr” auf Arabisch

Bei der Eheschließung zahlt der Ehemann seiner Ehefrau eine Brautgabe. Diese Brautgabe ist wesentlicher Bestandteil des Ehevertrags. Muslime sagen, dass der Mann seiner Frau ein Geschenk als eine Art Ehrenbezeugung macht. Dies soll zeigen, dass der Frau im Islam ein hohes Maß an Respekt zuteil wird.

Die Wirklichkeit sieht jedoch etwas anders aus, als dieses Märchen glauben lässt. Die Brautgabe ist nämlich ausschließlich mit Sex verbunden. Sie ist also eine Zahlung für Sex, und zwar für das erste Mal, dass der Mann Sex mit ihr hat. Das haben wir uns nicht ausgedacht, sondern so steht es im Koran, wie man weiter unten lesen kann.

Die Brautgabe ist alleiniges Eigentum der Frau, und sollte ihr Mann nicht sofort zahlen, hat er eine Schuld gegenüber ihr. Die oft genannte Behauptung, Muslime würden ihre Töchter verkaufen, stimmt also nicht. Das Geld ist nicht für den Vater bestimmt, sondern für die Tochter, die heiratet. Für den Vater kann es allerdings ein Mittel sein, die Beziehung zu einem Geschäftspartner oder einem Freund zu festigen. Die Höhe der Brautgabe hängt vom Status der Frau ab, d.h. der Marktwert der sozialen Klasse, der sie angehört.

Vers 4.24 handelt von der Brautgabe als Ausgleich für den Genuss, die eine Frau dem Mann bereitet. Um welchen Genuss es sich dabei handelt, wird nicht genannt.

4.24. ... Und gebet denen, die ihr genossen habt, ihre Morgengabe. Dies ist eine Vorschrift; doch soll es keine Sünde sein, wenn ihr über die Vorschrift hinaus miteinander Übereinkunft trefft. Siehe, Allah ist wissend und weise.

In Vers 4.20 heißt es, dass der Mann, der sich von seiner Frau trennt (eine Gattin gegen eine andere austauscht), die Brautgabe nicht zurückfordern darf:

4.20. Und so ihr eine Gattin gegen eine andere eintauschen wollt und ihr habt der einen ein Talent gegeben, so nehmt nichts von ihm fort. Wolltet ihr es etwa fortnehmen in Verleumdung und offenbarer Sünde?

In Vers 4.21 heißt es – ganz spitz formuliert -, dass der Mann die Brautgabe nicht zurückfordern darf, wenn er Sex mit ihr hatte (d.h. einander beiwohnen). Wir wissen daher, dass mit “denen, die ihr genossen habt” Sex gemeint ist, und nachdem er einmal Sex mit ihr hatte, ist er sein Geld los.

4.21. Und wie könntet ihr es fortnehmen, wo ihr einander bereits beiwohntet, und sie von euch einen festen Bund empfingen?

Auf dieser Grundlage haben die Scharia-Gelehrten eine Gesetzgebung mit den folgenden Merkmalen ausgearbeitet:

1- eine verheiratete Frau darf den Sex verweigern, wenn sie ihre Brautgabe noch nicht bekommen hat, nach dem Motto: “Erst Geld, dann Sex”

2- eine verheiratete Frau, die ihr Geld noch nicht bekommen hat, ihrem Mann jedoch die Erlaubnis erteilt, mit ihr Sex zu haben, kann sich danach nicht mehr weigern. Die Brautgabe muss der Mann allerdings noch leisten

3- ist ein Paar verheiratet, aber wurde die Höhe der Brautgabe noch nicht festgelegt und der Mann trennt sich von seiner Frau, bevor es zum ersten Sex kommt, so muss der Mann ihr nach dem folgenden Vers eine Zahlung leisten:

2.236. Ihr begeht keine Sünde, wenn ihr euch von euern Weibern scheidet, bevor ihr sie berührt oder ihnen eine Mitgift festgesetzt habt. Und sorget für sie – der Bemittelte nach Vermögen und der Unbemittelte nach Vermögen – in Billigkeit; dies ist die Pflicht für die Rechtschaffenen.

4- ist ein Paar verheiratet und wurde die Höhe der Brautgabe schon festgelegt und der Mann trennt sich von seiner Frau, bevor es zum ersten Sex kommt, so muss der Mann ihr nach dem folgenden Vers die Hälfte der Brautgabe geben:

2.237. Scheidet ihr euch jedoch von ihnen, bevor ihr sie berührt habt, und habt ihnen bereits eine Mitgift festgesetzt, so sei es die Hälfte von dem, was ihr festsetztet, es sei denn, sie ließen ab oder er, in dessen Hand das Eheband ist, ließe ab. Und Ablassen steht der Frömmigkeit näher. Und vergesset nicht der Güte gegeneinander; siehe Allah schaut euer Tun.

Der Unterhalt für die Frau

Ein Mann ist für die Unterhaltskosten seiner Frauen verantwortlich. Voraussetzung ist, dass sie ihrem Mann von ihrem Körper “genießen lässt”, wenn er danach verlangt. Und wieder stellt sich heraus, dass das Geld, das der Mann für seine Frau ausgibt, mit Sex verbunden ist. Mehr kann man hier nicht herauslesen. In der Scharia ist dazu alles ausführlich festgelegt.

Dass für Mohammed Sex die wichtigste Handlung in der Ehe ist, zeigt sich in der folgenden Überlieferung von Buchari 7.62.81:

'Uqba berichtete, dass der Prophet sagte: "Die Bedingungen, um deren Erfüllung ihr vorrangig Sorge tragen sollt, sind solche, unter denen euch die Schamteile (der Frauen durch Heirat) erlaubt worden sind."


Heirat von Kindern

In den Medien tauchen regelmäßig Berichte wie dieser auf:

Saudi (80) bekommt zehnjährige Braut zurück

Derartige Berichte rücken den Islam im Westen in ein schlechtes Licht. Meistens werden die Menschen, die solche Berichte veröffentlichen, für die negative Berichterstattung zur Verantwortung gezogen, nicht etwa die Menschen, die diese fehlgeleiteten Praktiken ausüben, oder die Person, die diese fehlgeleiteten Praktiken in eine Religion gebracht hat, nämlich Mohammed.

Solche Berichte klingen im 21. Jahrhundert so absurd, dass Muslime im Westen kein Problem haben, Nicht-Muslime davon zu überzeugen, dass diese Praktiken nichts mit dem Islam zu tun haben. Meistens wird nicht danach gefragt, ab welchem Alter ein Mädchen nach den Regeln des Islam verheiratet werden kann. Die meisten Muslime können keine Antwort geben. Diese Frage ist sogar überflüssig.

Im Islam gibt es nämlich kein Mindestheiratsalter. Jungen und Mädchen können vor der Pubertät von ihrem Vater verheiratet werden (aber nicht von einem anderen männlichen Familienmitglied). Der Vater kann demnach für sie einen verbindlichen Ehevertrag abschließen. Vor der Pubertät können Kinder selbst keine Verträge abschließen. Ihr Vater kann das schon. Zur Verdeutlichung: Pubertät bei Mädchen bedeutet, dass sie ihre Menstruation bekommen haben, und bei Jungen, dass sie Schamhaare oder nächtliche Ejakulationen haben.

Da im Islam der Mann der Versorger ist, sind frühe Ehen vor allem ein Problem für Mädchen.

Wo steht denn, dass Kinder vor der Pubertät verheiratet werden können?

Koranvers 65.4 handelt von der vorgeschriebenen Wartezeit nach der Scheidung, bevor ein Mädchen, das noch keine Menstruation hatte, wieder heiraten darf:

65.4: Und diejenigen eurer Weiber, welche keine Reinigung mehr zu erwarten haben – so ihr in Zweifel seid, so sei ihr Termin drei Monate; und ebenso derer,  die noch keine Reinigung hatten. Die Schwangeren aber – ihr Termin sei bis zur Ablegung ihrer Bürde. Und wer Allah fürchtet, dem macht Er Seinen Befehl leicht.

Der Koran geht davon aus, dass ein Mädchen, das noch keine Menstruation hatte, schwanger sein könnte (nach sexuellen Beziehungen beim ersten Eisprung). Sexuelle Beziehungen vor der Pubertät sind also möglich.

Der führende Korankommentar von Ibn Kathir bestätigt, dass Koranvers 65.4 tatsächlich von Mädchen handelt,  die noch keine Menstruation hatten und schwanger sein könnten, wie man unter dem folgenden Link lesen kann.

Das schließt jedoch nicht aus, dass die meisten islamischen Länder ein Mindestheiratsalter eingeführt haben, das näher an 18 Jahren als an zehn Jahren liegt. Unter islamischen Gelehrten ruft das fehlende Mindestheiratsalter immer wieder Schamgefühle hervor, und wenn danach gefragt wird, reden sie meistens um den heißen Brei herum und sagen, dass “nach dem Islam die Familie stets das Interesse des Mädchens berücksichtigen soll”, dass ein Mädchen nur verheiratet werden kann, “wenn sie dazu bereit ist”, dass im Westen die dort geltenden Gesetze eingehalten werden müssen, ...

Ein Beispiel für “um den heißen Brei herumreden” kann man unter dem folgenden Link finden. Ali Guma, der Großmufti von Ägypten (die höchste religiöse Autorität), verweigert eine Antwort auf die Frage nach seinem Standpunkt zur Erhöhung des Mindestheiratsalters in Ägypten auf 18 Jahre, was einen Verstoß gegen die Scharia darstellt. Auf diese Frage reagiert er ausweichend, bis der Journalist aufgibt.

Das große Problem im Zusammenhang mit dem Mindestheiratsalter ist das Beispiel Mohammeds, das gut dokumentiert ist und die Grundlage für die Scharia bildet. Wir reden hier von seiner Ehe mit Aischa, als sie sechs Jahre alt war. Siehe auch unsere Webseite über Aischa.

Kapitel 10 von Buch 8 von Muslim, dem Verfasser eines der wichtigsten Hadithsammlungen, trägt den Titel:
ES IST EINEM VATER ERLAUBT, SEINE TOCHER ZU VERHEIRATEN, AUCH WENN SIE NOCH NICHT ERWACHSEN IST.

(IT IS PERMISSIBLE FOR THE FATHER TO GIVE THE HAND OF HIS DAUGHTER IN MARRIAGE EVEN WHEN SHE IS NOT FULLY GROWN UP )

Auffällig ist dabei folgendes:
es gibt kein Mindestheiratsalter
es ist keine Rede von der erforderlichen Einwilligung des Mädchens

Eine der Überlieferungen über die frühe Ehe Mohammeds mit Aischa ist: Buchari 7.62.64:

Aischa berichtete, dass der Prophet seine Eheschließung mit ihr vornahm, als sie sechs Jahre alt war, und mit ihr die ehelichen Beziehungen erst unterhielt, als sie neun Jahre alt war, und dass die Ehe mit ihr insgesamt neun Jahre dauerte (bis er starb).

Hierbei ist anzumerken, dass der Ehevertrag aufgestellt wurde, als sie sechs Jahre alt war und auf keinen Fall die Pubertät erreicht hatte, und dass Mohammed Sex mit ihr hatte, als sie neun Jahre alt war und vermutlich (aber dies wird an keiner Stelle bestätigt) geschlechtsreif war. In der Praxis wird man das Mädchen erst mit dem Einsetzen der Regelblutung zu ihrem Mann schicken (Beginn der Lebensgemeinschaft mit ihrem Mann), aber nach dem Koran kann dieser Zeitpunkt auch früher liegen.

Als Grundregel hat man im Iran das Mindestheiratsalter für Mädchen auf neun Jahre festgelegt, ab dem sie zu ihrem Mann geschickt werden können. Die Aufstellung des Vertrags könnte dann mit dem Beginn der Lebensgemeinschaft zusammenfallen.

Über die Ehe der sechsjährigen Aischa mit Mohammed, der damals bereits weit über fünfzig Jahre alt war, wird gesagt, dass dies für die damalige Zeit normal gewesen sei. Es sei damals ein Bestandteil der Kultur gewesen. Das Problem mit dem Islam ist, dass Mohammed die kulturellen Bräuche in eine Religion gebracht hat, die immer und überall gilt. Das Ergebnis ist, dass die islamischen Gelehrten im 21. Jahrhundert zum einen noch immer sagen, dass der Islam eine Ehe mit sehr jungen Mädchen erlaubt, und zum anderen den “gemäßigten” Muslimen keine andere Wahl lassen, als dies hartnäckig abzustreiten. Wie es scheint, ist es symptomatisch für den Islam, dass die Gelehrten radikale Standpunkte vertreten und nur die gemäßigten Muslime, ohne vertieftes Studium, den wahren Islam kennen.

Wenn alle Vorschriften in ihrem kulturellen Kontext gesehen werden und diese abgeschafft werden, wenn sie nicht mit unserem Gewissen zu vereinbaren sind, bleibt innerhalb kürzester Zeit nicht mehr viel vom Islam übrig. Und genau das versuchen islamische Gelehrte  zu verhindern.

Einwilligung eines Mädchens/einer Frau zur Eheschließung

Grundsätzlich kann eine Frau unabhängig von ihrem Alter verheiratet werden. Achtung! Verheiratet werden bedeutet nicht unbedingt, dass dies unter Zwang erfolgt, sondern nur, dass sie nicht selbst den Vertrag aufstellt.

Es gelten folgende Grundsätze:

vor der Pubertät entscheidet der Vater, seine Tochter zu verheiraten oder eine Scheidung zu beantragen. Die Grundlage dafür bildet der oben genannte Fall von Aischa.

nach der Pubertät gilt für ein Mädchen, das noch nicht verheiratet ist, dass sie ihre stillschweigende Einwilligung erteilt. Wenn sie sich der Ehe nicht widersetzt, ist die Ehe gültig. In der Praxis begreift ein 14-jähriges Mädchen nicht, was los ist, auch wenn sie weiß, dass sie verheiratet wird. Manchmal geht dem jungen Mädchen erst ein Licht auf, wenn sie sich in der Hochzeitsnacht alleine mit ihrem frischvermählten Ehemann in der Hochzeitssuite befindet.

- wenn die Frau geschieden ist oder Witwe ist, ist ihre Einwilligung erforderlich

Die letzten beiden Grundsätze beruhen auf dem Hadith 7.62.68 von Buchari 7.62.68:
Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: "Eine Frau, deren Wiederverheiratung bevorsteht, darf nicht verheiratet werden, bis sie dies selbst zulässt. Dagegen darf eine Jungfrau erst verheiratet werden, wenn sie zuvor nach ihrer Einwilligung gefragt wurde." Einige Leute fragten: "O Gesandter Allahs! Wie sieht denn ihre Einwilligung aus?" Der Prophet sagte: "Indem sie schweigt."