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BEWEGUNG EX-MUSLIME IN BELGIEN

Im Islam gibt es ein sehr besonderes Prinzip, und zwar die Aufhebung von bestimmten Koranversen durch später offenbarte Koranverse, “Abrogation” genannt. Auf Arabisch “Nasikh wa Mansukh”, die abrogierten und die  abrogierenden Verse.

Dieses Prinzip wird in Vers 2.106 beschrieben:  
Was Wir auch an Versen aufheben oder in Vergessenheit bringen, Wir bringen bessere oder gleiche dafür. Weißt du nicht, dass Allah über alle Dinge Macht hat?

An der Stelle des Wortes “Versen” in Vers 2.106 steht im Arabischen Ayah, was Koranvers bedeutet.

Dieses Prinzip ist ziemlich merkwürdig. Ein Buch, welches den Muslimen zufolge direkt von Allah stammt und zu allen Zeiten und an allen Orten gültig ist, bedarf eigentlich keiner Korrekturen. Es sei denn, der Autor ist ein Mensch.

Die Zeitgenossen von Mohammed waren ihm ebenfalls auf die Schliche gekommen und sagten, dass er sich etwas ausdenken würde. Aus diesem Grund offenbarte Allah den folgenden Vers als Antwort:

16.101. Und wenn Wir ein Zeichen [Koranvers] mit einem anderen vertauschen – und Allah weiß am besten, was Er hinabsendet – sprechen sie: "Du bist nur ein Erdichter." Aber die meisten von ihnen sind ohne Einsicht.

Ein Beispiel für eine Abrogation ist das Verbot von Alkohol, das schrittweise eingeführt wurde. Zunächst wurde gesagt, dass Alkohol gute und schlechte Seiten habe, danach, dass man sich nicht vor dem Gebet betrinken dürfe und schließlich wurde Alkohol ganz verboten. Muslimen raten Alkoholikern  daher einen schrittweisen Entzug, da sie sonst ihre Gesundheit gefährden könnten. Allah habe zudem keine sozialen und medizinischen Probleme durch ein sofortiges Alkoholverbot verursachen wollen. Allerdings wurde irgendwann die Polygamie eingeführt, wobei die Anzahl der Frauen auf vier begrenzt wurde und keine zwei Schwestern gleichzeitig erlaubt waren. Männer mit mehr Frauen mussten sich plötzlich überschüssiger Frauen entledigen oder eine der zwei Schwestern fortschicken. Obwohl dies natürlich ein viel größeres soziales Problem darstellte, als plötzlich mit dem Alkohol aufzuhören. Es beweist einfach die Ad-hoc-Entwicklung des Korans, wobei Mohammed die Probleme, die sich ergaben, anhand von sogenannten Offenbarungen  löste.

Nun hatte Mohammed ein Problem. Am Anfang seiner prophetischen Laufbahn war er schwach und hoffte, jeden mit seinen schönen Worten überzeugen zu können, aber auch mit der Drohung der Hölle, allerdings ohne Androhung physischer Gewalt. Die ersten “Offenbarungen” spiegeln das auch wider. Sure 109 richtet sich an die Polytheisten und sagt sogar, dass jeder seinen Glauben ausleben soll.

Zehn Jahre später hatte Mohammed militärische Macht erlangt und brauchte er andere Verse. Einer davon sagt, dass die Polytheisten, die sich nicht bekehren lassen wollten, verfolgt und getötet werden sollen. Das steht in dem  bekannten Schwertvers, d.h. Vers 9.5. Der Schwertvers hebt alle friedlichen Verse auf.

Auch Vers 2.256, der “keinen Zwang im Glauben” duldet und dessen praktische Bedeutung hier erläutert wurde (Juden und Christen dürfen nicht zum Islam gezwungen werden), wurde durch Vers 9.29 eingeschränkt. Vers 9.29 schreibt die Zahlung einer besonderen Steuer vor und dass sie sich als Bürger zweiter Klasse der islamischen Obrigkeit unterwerfen sollen. Damit wurde ihre Freiheit natürlich sehr eingeschränkt.

Zur Rechtfertigung neuer Verse, die im Widerspruch zu den früher „offenbarten“ Versen standen, benötigte Mohammed wiederum Vers 2.106.

Das Problem ist, dass es keine Liste aufgehobener Verse gibt und dass darüber Ungewissheit besteht. Im Allgemeinen läuft es darauf hinaus, dass tolerante Verse durch “radikalere” Verse aufgehoben wurden. Die toleranten Verse stammen alle aus der Periode, in der Mohammed in Mekka lebte. Die radikalen Verse stammen aus der Periode, in der Mohammed in Medina lebte und ein mächtiger militärischer Führer war. Die Suren 9 und 5 gelten als zu den letzten offenbarten Versen gehörig.

Hier lässt sich ein ähnliches Phänomen wie bei der Entstehung des Islam feststellen. Muslime, die in der Minderheit sind oder sich schwach fühlen, zitieren oft die toleranten Verse aus dem Koran und es gelingt ihnen sogar, Nicht-Muslime zu bekehren. Wenn Muslime in der Mehrheit sind oder sich stark fühlen, werden die “radikaleren” Verse angeführt und ist von Toleranz keine Rede mehr. Mann kann dies in Ländern mit einer muslimischen Mehrheit wie Pakistan und Afghanistan beobachten. Das Problem ist, dass Muslime im Westen, auch Konvertiten, manchmal von einer toleranten zu einer radikalen Haltung wechseln. Man sagt dann, dass sie sich radikalisieren. In der Praxis haben sie die aufgehobenen toleranten Verse weit hinter sich gelassen und entscheiden sich für den Dschihad. Im Westen sagt man dann, dass sie eine strengere Auslegung des Islam praktizieren. Das ist natürlich Selbstbetrug. In Wirklichkeit praktizieren sie einfach den wahren Islam.

STUDIUM DES ISLAM

Die Aufhebung von Koranversen