Die Frage lautet daher, wer den Islam richtig verstanden hat? Sind es die gemäßigten Muslime oder die “Islamisten”. Nun, beide haben den Islam richtig verstanden, aber die einen haben recht und die anderen nicht.
Es gibt tatsächlich zwei Islame, zwei Korane, zwei Propheten Mohammed und zwei Arten von Muslimen. Sie sind beide Wirklichkeit, aber schließen sich gegenseitig aus, da der zweite Islam, der zweite Koran und der zweite Prophet Mohammed die ersten aufgehoben haben. Richtig, gemäßigte Muslime praktizieren den aufgehobenen Islam.
Eine kurze Erläuterung: Es gibt den Islam der Anfangsperiode, als Mohammed in Mekka lebte und begann, seinen prophetischen Auftrag auszuüben. Ibn Ishaq schreibt auf Seite 82 in seiner Biographie, dass seine erste Frau Chadidscha von seiner Ehrlichkeit, Vertrauenswürdigkeit und seinem edlen Charakter erfuhr. (Wörtlich: “Now she heard about the prophet’s truthfulness, trustworthiness, and honourable character,...”). Buchari schreibt in seiner Hadithsammlung, dass Mohammed “schüchterner als eine verschleierte Jungfrau war” (wörtlich: “He was shier than a veiled virgin girl”). Die gemäßigten Muslime kennen den netten Mohammed. Der Koran sagt in 33.21: “Wahrlich, in dem Gesandten Allahs hattet ihr ein schönes Beispiel für jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und oft Allahs gedenkt.”
Die Verse, die damals offenbart wurden, besitzen einen überwiegend friedlichen Charakter und laufen darauf hinaus, dass wer Gutes tut, zu den Gewinnern gehört, und wer Schlechtes tut, zu den Verlierern gehören wird. Mohammed wurde jedoch in Mekka nicht als Prophet angesehen, sondern vielmehr als Schwätzer.
Der Koran schließt nahtlos an das Leben von Mohammed an. So wird sechs Mal erwähnt, dass die Menschen Mohammed als “besessen” betrachteten (in 7.184; 23.70; 33.46; 34.46; 68.2; 81.22). Er wurde verspottet, aber er vermittelte den Eindruck, sehr verständnisvoll zu sein. Er nahm demnach keinerlei Rache. In christlichen Worten ausgedrückt: “Er trug sein Kreuz mit Geduld”. Der Koran wiederholt immer wieder, dass Mohammed nur ein "Warner" war. Aus dieser Zeit stammt auch die beliebte und vielzitierte Sure 109 “Al Kafirun”, die Ungläubigen. Dort steht, dass jeder seinen Glauben leben kann. Das bedeutet eindeutig totale Religionsfreiheit.
Darüber hinaus sagte Allah zu Mohammed, dass er im Falle des Zweifels an der Botschaft, die Allah ihm übermittelt, die Juden und Christen fragen soll (in islamischer Terminologie “die Menschen der Schrift”).
10.94. “Und so du in Zweifel bist über das, was Wir zu dir hinabsandten, so frage diejenigen, welche die Schrift vor dir lasen. Wahrlich, gekommen ist zu dir die Wahrheit von deinem Herrn; drum sei keiner der Zweifler.”
Das muss man sich mal vorstellen: Mohammed, der Prophet des Islam, soll die Juden und die Christen um Erklärung bitten, wenn er Zweifel an der Botschaft hat, die ihm Allah übermittelt hat! Am Ende seines Lebens wird er sie alle vertreiben lassen. Aber in Mekka gehören die Juden und Christen noch zu den Guten, weil Mohammed glaubt, dass er sie ohne weiteres vom Islam überzeugen kann.
Die in Mekka offenbarten Verse enthalten zudem Drohungen und Verwünschungen, die gegen seine Gegner gerichtet sind. Sure 111 ist eine kurze Sure, die ausschließlich eine Verwünschung gegen Abu Lahab und seine Frau enthält.
Nun stellt sich natürlich die Frage, was die Verwünschung einer bestimmten Person in einem Buch zu suchen hat, das überall und jederzeit als Leitfaden für das Leben der Menschen dienen soll! Die Ungläubigen werden mehr als hundert Mal mit der Hölle und mit schweren Strafen bedroht.
Nun war man in Mekka einiges gewohnt mit Menschen, die “originelle” Ideen hatten oder die an alles Mögliche glaubten.
Schließlich gab es im schwarzen Tempel von Mekka, der Kaaba, 360 Statuen von Göttern. Jede Gruppe oder jeder Clan hatte seine eigene Gottheit. Dort befanden sich auch Statuen von Abraham und seinem Sohn Ismael und offenbar sogar ein Gemälde von Maria mit dem Kind Jesus.
Menschen aller Religionen pilgerten nach Mekka und liefen um die Kaaba herum. Es herrschte absolute Religionsfreiheit, wovon am Ende von Mohammeds Leben nichts mehr übrig geblieben war. Ibn Ishaq schreibt auf Seite 552: “Der Gesandte [Mohammed] kam am Tag der Eroberung nach Mekka und dort fand er 360 Götzen, die Iblis mit Blei verstärkt hatte. Der Gesandte stand mit einem Stab in seiner Hand daneben und sagte: “Die Wahrheit ist gekommen und die Lügen sind verschwunden.” Dann zeigte er mit seinem Stab auf die Statuen und sie fielen alle auf ihren Rücken.”
Die oben genannte Begebenheit ereignete sich, nachdem Mohammed nach Medina geflüchtet war und nach acht Jahren Kampf in Mekka einfiel und die Stadt eroberte.
Zurück zu seiner ersten Periode in Mekka. Die Lage verschlimmerte sich, als Mohammed die Menschen von Mekka beschimpfte und ihre Götter und Religion beleidigte. Auf Seite 118 schreibt Ibn Ishaq:
“Als der Prophet, wie Gott es ihm befohlen hatte, den Islam öffentlich zu verkünden begann, wandten sich seine Stammesgenossen zunächst nicht von ihm ab. Sie wiesen ihn erst zurück, als er ihre eigenen Götter schmähte.”
Als Mohammed es in Mekka allzu bunt trieb und darüber hinaus seiner eigenen Familie erzählte, dass sein kürzlich verstorbener Onkel Abu Talib, der ihn stets beschützt hatte, nun in den Flammen der Hölle brennen würde, weil er sich weigerte, Muslim zu werden (berichtet von Muslim 001.0036), hatte er auch den Schutz seines eigenen Clans verwirkt und musste nach Medina flüchten. Koranvers 9.113 enthält den Hinweis, dass sein Onkel in der Hölle war: “Nicht kommt es dem Propheten und den Gläubigen zu, für die Götzendiener um Verzeihung zu bitten, und wären es auch Angehörige, nachdem ihnen (den Gläubigen) deutlich kundgetan, dass sie des Höllenpfuhls Gefährten sind.”
Dies markiert das Ende vom ersten Islam, vom ersten Mohammed und vom ersten Koran (jeder Koran enthält die Angabe, welcher