Die Geschichte von Umm Qirfa, oder übersetzt “Die Mutter von Qirfa” stellt eines der schwärzesten Kapitel der Entstehungsgeschichte des Islam dar. Es ist ein Beispiel für sinnlose und übertriebene Gewalt. Die Geschichte wird auf Seite 664 und Seite 665 von Ibn Ishaq unter dem Titel “Zayd B. Haritha’s raid on B. Fazara and the death of Umm Qirfa”(Zaid B. Harithas Angriff auf die Banu Fazara und der Tod von Umm Qirfa) erzählt. Wie man sehen kann, handelte es sich bei diesem “Tod von Umm Qirfa” nicht etwa um ein natürliches Sterben, sondern vielmehr um einen grausamen Mord. Diese Seite ist nicht für junge oder empfindliche Leser geeignet. Überspringen Sie diese Seite, wenn Sie keine grausamen Szenen oder Beschreibungen ertragen.
Unser Kommentar:
Dieser Vorfall beschreibt einen der zahlreichen Angriffe, die von den Anhängern Mohammeds mit dessen Erlaubnis durchgeführt wurden, nachdem die Muslime stark genug waren. Der Biograph Ibn Ishaq lässt auch keine Rechtfertigung für den hier beschriebenen Angriff erkennen. Es gab nur wenige Angriffe, die irgendwie gerechtfertigt waren, und wenn ja, dann handelte es sich überwiegend um Präventivangriffe, gestützt auf die ungenaue Information, dass irgendein Stamm gerade einen Angriff vorbereitete. Letztlich bestand das Ziel darin, alle Stämme in dem Gebiet zu unterwerfen, um den Islam “mächtig” zu machen und zu siegen, so wie es der Koran in den Versen 8.39 und 2.193 vorschreibt. Der Sieg des Islam heiligt alle Mittel.
Wer ist nun dieser Zaid ibn Haritha, der für diese “Aktion” verantwortlich war? Nun, Zaid war nicht irgendjemand. Er war ein befreiter Sklave und wurde von Mohammed adoptiert (bevor Allah die Adoption abgeschafft hat). Er war einer der glühendsten Anhänger Mohammeds. Zaid war mit Zainab verheiratet (einer Nichte von Mohammed), bis Mohammed ihren Reizen erlag und er die Trennung anordnete, um sie selbst heiraten zu können. Das war damals ein ungeheuerlicher Skandal. Die Ehe mit der Schwiegertochter nach ihrer Trennung mit dem Sohn ist auch heute noch nach dem islamischen Gesetz verboten. Als Lösung hat Allah die “Institution” der Adoption einfach abgeschafft und behauptet, dass Zaid eigentlich nicht der Sohn Mohammeds sei. Um diesen Skandal rechtfertigen zu können, war eine Offenbarung Allahs bitter nötig.
Zaid ist einer der wenigen Zeitgenossen von Mohammed, die im Koran genannt werden:
33.37. Und (gedenke,) da du zu dem sprachst, dem Allah Gnade erwiesen hatte und du: "Behalte deine Gattin für dich und fürchte Allah", und du in deiner Seele verbargst, was Allah offenkund tun wollte, und die Menschen fürchtetest, wo Allah mehr verdient, gefürchtet zu werden. Und als Zaid die Sache mit ihr erledigt hatte, verheirateten Wir dich mit ihr, damit es für die Gläubigen keine Sünde sei, die Gattinnen ihrer Adoptivsöhne zu heiraten, wenn sie die Sache mit ihnen erledigt haben. Und Allahs Befehl ist zu tun.
Mit diesem Vers verbürgt sich Allah für Zaid; Allah und Mohammed haben Zaid nämlich eine “Gunst” erwiesen. Wir gehen daher auch davon aus, dass der grausame Mord an Umm Qirfa von Allah und Mohammed abgesegnet wurde, sonst würde Vers 33.37 nicht stimmen. Und welcher Muslim würde behaupten, dass bestimmte Verse im Koran falsch sind?
Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass Mohammad die von Zaid begangene Gräueltat verurteilt hat oder er dafür bestraft wurde.
Dieser Vorfall ist ein Musterbeispiel für die Nichtanwendung oder den flexiblen Umgang mit den Regeln, die Mohammed eingeführt hat, in diesem Fall das Verbot, Kinder und Frauen zu töten, es sei denn, sie haben gegen Muslime gekämpft. Nun ist der Begriff „Kämpfen“ ziemlich weit gefasst und hat Mohammed selbst angeordnet, weibliche Kritiker (insbesondere seiner eigenen Person) zu ermorden, oder hat die Ermordung solcher weiblicher Kritiker im Nachhinein genehmigt. Die Regel lautet also, dass Frauen des Feindes nicht getötet werden dürfen, ..., es sei denn, ... bei einem nächtlichen Angriff oder weil sie eine spitze Zunge haben.
Vermutlich traf dies auch auf Umm Qirfa zu. Was kann eine “alte Frau” sonst verbrochen haben, um ein solch grausames Schicksal zu verdienen, wenn man bedenkt, dass Müttern und älteren Frauen von Muslimen sehr viel Respekt entgegengebracht wird?
Dachte Mohammad etwa an diesen Vorfall, als er sagte “Ich wurde siegreich gemacht durch Terror”?
Ibn Ishaq erzählt:
Zaid zog auch nach Wadi al-Qura und stieß dort auf die Banu Fazara. Mehrere seiner Gefährten wurden getötet. Er selbst wurde verwundet vom Feld getragen. Hier wurde auch Ward ibn Amr ibn Madasch getötet. Er gehörte zu den Banu Sa’d ibn Hudail. Er wurde von einem der Banu Badr erschlagen.
Als Zaid zurückkam, schwor er, dass keine Waschung sein Haupt reinigen sollte, bis er einen Feldzug gegen die Banu Fazara unternommen hätte. Als seine Wunden geheilt waren, sandte ihn Mohammad mit einem Heer gegen sie aus.
Er schlug sie in Wadi al-Qura und tötete viele von ihnen. Qays ibn Musahhar al-Ya’muri tötete Mas’ada ibn Hakama ibn Malik ibn Hudhayfa ibn Badr und Umm Qirfa [die Mutter von Qirfa], Fatima, die Tochter von Rabi’a ibn Badr, wurde gefangen genommen.
Umm Qirfa, eine sehr alte Frau und die Ehegattin von Malik, wurde samt ihrer Tochter und Abdullah bin Mas’ada gefangen genommen. Zaid befahl Qais ibn al-Musahhar, Umm Qirfa zu töten, und dieser tötete sie grausam, indem er ein Seil um jedes ihrer beiden Beine legte, welches er mit je einem Kamel verband. Er trieb die beiden Kamele auseinander und riss die Frau so in zwei Teile.